Sich jeden Tag auf die Maschine schwingen, ein paar Runden auf der Rennstrecke drehen und dafür auch noch bezahlt werden? Welcher Motorradfahrer hat davon nicht schon einmal geträumt. Natürlich ist es nicht nur das Kurvendrehen, denn zu einer echten Motorsportkarriere gehört sehr viel mehr, wie einfach nur gut Motorradfahren zu können.

Das sollte vorab geklärt werden

Motorradrennen sind nicht gleich Motorradrennen – daher sollte vorab natürlich die richtige Disziplin gefunden werden. Jeder, der den Traum vom Rennfahrer hat, hat wahrscheinlich auch schon seine Disziplin gefunden. Nichtsdestotrotz sollte man sich gut überlegen, ob man in den Bereich des Straßensports, Pocket Bikes, Supermoto, Motocross, Enduro, Trial, Bahnsport, Drag Bike oder Motoball gehen möchte. Es ist dafür sehr wichtig, sich vorab ausreichend über die Möglichkeiten in dem jeweiligen Sportbereich zu informieren und vielleicht auch herauszufinden, ob es im eigenen Umfeld einen geeigneten Club gibt, dem man beitreten kann.

Können oder Geld – um was geht es hier wirklich?

Traurig aber wahr – in vielen Profisport-Bereichen geht es oft um das nötige Kleingeld. So auch im Motorsport. Wer von einer Karriere im Formel 1 oder im Motorrad-Bereich träumt, muss erst einmal selbst tief in die Tasche greifen oder einen Sponsor finden. Doch letzteres ist einfacher gesagt als getan. Manch ein Hersteller sucht sich sogar ganz gezielt Fahrer, die selbst über ein sehr gutes Kapital verfügen. So haben sich die ein oder anderen weniger begabten Fahrer bereits in den Sport eingekauft.

Im Automobilbereich müssen die Anfänger zum Teil Beträge von jährlich über 100.000 Euro finanzieren, um an den geeigneten Rennen teilnehmen und sich für höhere Rennen qualifizieren zu können. Dieser Betrag ist für Motorradfahrer natürlich geringer, aber trotzdem noch sehr hoch. Meist ergibt sich erst nach einigen Qualifikationen die Möglichkeit einen Sponsor zu finden, der bereit ist, die weitere Karriere von begabten Fahrern zu finanzieren. Doch selbst ein erfolgreicher Start ist noch keine Garantie dafür.

Wo beginnt die Karriere?

Der meist angehimmelte und erfolgreiche Fahrer der Formel 1 – Michael Schumacher. Seine Karriere und die seines Bruders startete auf der Kartbahn ihrer Eltern. Hier haben sie bereits als kleine Kinder ihre Runden gedreht und erste Erfahrungen in „Autorennen“ gesammelt. Das gilt auch für den Zweiradbereich. Umso jünger die Karriere gestartet wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit für einen späteren Erfolg. Manche Eltern kaufen ihren Kindern bereits kleine Motorräder, meist auch Pocketbike genannt, um sie früh an die Zweiräder zu gewöhnen. Hier können sie ihre ersten Erfahrungen sammeln und bereits ein gutes Gefühl für das Fahren der Zweiräder bekommen.

Trotz allem garantiert ein Start in früher Kindheit natürlich keine Karriere im Motorsport und es hilft uns im Erwachsenenalter nun auch nicht wirklich weiter. Unseren Kindern können wir natürlich diese Möglichkeit bieten, sollten wir die Begeisterung für den Sport im Zweiradbereich denn an diese vererben. Da der Motorsport eine sehr hohe Belastung für den Körper darstellt, sind die erfolgreichen Sportler meist noch sehr jung. Auch wenn diese vielleicht bis in ein etwas höheres Alter noch an den Rennen teilnehmen: Ein Einstieg in diesem Alter ist meist unmöglich. Im Motorradrennsport starten die Kiddies meist schon in einem Alter von acht Jahren, in einzelnen Fällen sogar noch jünger.

Für viele wird die Karriere im Motorsport für immer ein Traum bleiben, aber für ein paar wenige kann dieser Traum Wirklichkeit werden. Dafür bedarf es jedoch jeder Menge Disziplin, Durchhaltungsvermögen und mit Sicherheit auch ein wenig Glück.